Hochschulfinanzierung
Uni & Land zeichnen Vereinbarung für kommende 5 Jahre [02.04.25]

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Landesweit gingen Studierende und Uni-Beschäftigte vergangenen Herbst auf die Straße, um sich für eine faire Hochschulfinanzierung einzusetzen. Heute unterschrieben das Land Baden-Württemberg und die Leitungen aller Landeshochschulen die sogenannte „Hochschulfinanzierungsvereinbarung III“. Damit ist der Finanzrahmen für die Jahre 2026 bis 2030 abgesteckt.
Das Land Baden-Württemberg feiert sich und sein Investment Wissenschaftsstandort: „Bestes Studium. Bestes Leben. Beste Jobs - Dank der neuen Hochschulfinanzierungsvereinbarung (HoFV III) mit 700 Mio. € zusätzlich“, wirbt das Wissenschaftsministerium auf Postkarten in den Landesfarben.
Für die Details gibt es einen QR-Code zu einer eigenen Homepage und speziellen Erklärvideos auf Instagram. Die Kernaussagen: Das Land
- sichert die Studienkapazitäten.
- erhöht die Grundfinanzierung der Hochschulen: in 2030 rund 700 Millionen mehr.
- sorgt für die vollständige Ausfinanzierung der vereinbarten Personalkosten.
- stellt mit dem „Zukunftsprogramm Hochschulen 2030“ weitere Mittel von über 180 Millionen Euro bereit – unbürokratisch und agil.
Unterschrieben wurde die Hochschulfinanzierungsvereinbarung III von Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Wissenschaftsministerin Petra Olschowski, Finanzminister Dr. Danyal Bayaz und den Leitungen aller Hochschulen Baden-Württembergs.
Universitäten loben vor allem Planungssicherheit Für die Universitäten war vor allem die Planungssicherheit der ausschlaggebende Grund für die Vereinbarung. „Seitens der Landesrektoratekonferenz begrüße ich das klare Bekenntnis der Landesregierung zur Sicherung stabiler finanzieller Rahmenbedingungen für Forschung und Lehre – auch in Zeiten globaler Unsicherheiten und wirtschaftlicher Herausforderungen. Mit der Hochschulfinanzierungsvereinbarung III wird ein entscheidender Schritt unternommen, um die Zukunftsfähigkeit unseres Wissenschaftssystems nachhaltig zu stärken“, so Michael Weber, Rektor der Universität Ulm und Vorstand der Landesrektorenkonferenz in einer
Pressemitteilung des Landes.
„Die Hochschulfinanzierungsvereinbarung gibt uns viel Planungssicherheit und stellt uns besser, als das in vielen anderen Bundesländern der Fall ist“, freut sich auch Katrin Scheffer, Kanzlerin der Universität Hohenheim.
Auf der Grundlage des Vertrages will das Rektorat nun bis kommenden Herbst in die Detailplanung für die kommenden Jahre gehen. „Tatsächlich ist die Hochschulfinanzierungsvereinbarung ein recht umfangreiches Abkommen für alle Hochschulen“, erklärt die Kanzlerin. „Nun gilt es, herunterzubrechen, was die Vereinbarung konkret für die Uni Hohenheim und ihre verschiedenen Bereiche bedeutet. Das betrifft beispielsweise auch das neu eingeführte Instrument der Transformationsstellen, für das ein größerer Abstimmungsprozess innerhalb der Universität und mit dem Wissenschaftsministerium erforderlich sein wird.“
Text: Klebs